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Bundesligacheck zur Rückrunde 11/12 : Werder Bremen (5)

Trainingsläger (ich hab nachgeguckt) in Belek waren ja dieses Jahr besonders turbulent. Im Allgemeinen wegen des miserablen Wetters, und für Bremen im Speziellen, weil dort so viel schief ging: Naldo verletzte sich, ein Testspiel musste abgesagt werden, eines wurde von einem Betrüger geleitet. Wenigstens konnte Bremen gegen AZ Alkmaar den ersten Sieg im vierten Jahr in Belek feiern. Hoffentlich ein gutes Omen.

Denn auf fremden Plätzen steht Bremen, wenn dann, neben sich: nur acht Punkte aus neun Auswärtsspielen. Zu Hause, im neuen Stadion, allerdings ist Bremen eine Macht, die beste Heimmannschaft der Liga. Die gute alte Raute lieferte daheim endlich wieder Stabilität, Sicherheit und eine Saison, in der Bremen wieder in ruhigem Fahrwasser fährt.

Im Moment lebt Werder von wenigen Spielern mit guter Form. Dazu zählt nicht nur Claudio Pizarro, der an den meisten Toren beteiligt war, sondern auch Kapitän Clemens Fritz, Sokratis oder Aaron Hunt. Dahinter gibt es immer noch zu viele Spieler, die nicht liefern. Wolf verschuldete viele Tore, Wesley gilt langsam als der nächste Brasilien-Flop und für Marko Marin ist in der Raute kein Platz.

Letzter Beweis für die Zwei-Klassen-Gesellschaft in Bremens Kader war die 0:3-Testspielniederlage unter der Woche gegen Rostock, als viele Leistungsträger geschont wurden. „So können wir als Werder Bremen nicht auftreten. Das können wir so nicht hinnehmen“, schimpfte Allofs via Vereinswebsite. Allerdings nannte er keine Spielernamen. „Das machen wir hinter verschlossenen Türen. Diese Kritik gilt aber für sehr viele Spieler.“

Schaafs Aufgabe wird es sein, das Niveau der Mannschaft anzugleichen. Und dabei bestenfalls die Form von Pizarro und Co zu halten. Da die Kassen leer sind, will der Trainer wieder versuchen Jugendspieler einzubauen. Tom Trybull soll es diesmal schaffen. Thy, Avdic, Kroos, Ignjovski, Trinks warten auf ihre Chance. Eine echte Verstärkung könnte zudem Mehmet Ekici werden, der eine gute Vorbereitung hatte.

Es gibt wenig Gründe, warum Bremen seine Heimmacht verlieren sollte. Denn Werder steht auf einem sicheren Fundament mit geübter Grundformation, Naldo in der Verteidigung und einigen Leitwölfen. Mischt das Trainerteam nun die richtige Menge Spritzigkeit und Unternehmungsgeist ins Stammteam, qualifiziert sich Werder problemlos für einen internationalen Wettbewerb.

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Notes

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