Dreisatz: Paul Lambert

Ein Fußballporträt in drei unendlichen Sätzen
Als Paul Lambert nach nur 14 Monaten im Ruhrpott am 5. November 1997 sein „Abschiedsspiel“ für Dortmund gegen den AC Parma bestritten hat, verlässt er als gefeierter Held und als erster Schotte der mit einem ausländischen Verein einen europäischen Titel holte, den Verein für den er im Champions League-Finale gegen Juventus Zinedine Zidane kalt stellte.
Diese fußballerisch und menschlich „dramatischte Phase“ seines Lebens beendete der „langsamste Schotte“ (Zorc über Lambert) nur deswegen so schnell, weil es seine Familie wieder zurück nach Schottlang zog, wo er zuvor bei Motherwell, und nach seiner Rückkehr bei Celtic spielte, und gerade dort durch seine durchschlagende Führungsrolle beim „Stopping the Ten“ zur Legende wurde.
Obwohl der emotionale Musterprofi sich nach der gescheiterten EURO-Qualifikation 2000 eigentlich aus der Nationalmannschaft zurückgezogen hatte, gab er dem Flehen Berti Vogts’ nach, feierte seine, wenn auch wenig erfolgreiche, Rückkehr, absolvierte nach dem Ablauf seiner Sportlerkarriere, wieder mit der Hilfe Vogts’, seinen Trainerschein beim DFB in Köln und ist somit heute der erste in Deutschland ausgebildete Trainer in der Premier League, wo er Norwich City leitet.
Any Given Weekend: Über ein Lambert-Interview in der FourFourTwo.
Footballers Lives (Doku): The Paul Lambert-Story