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Die Frage: Wo fühlen sich die Teams mehr zu Hause?
Am letzten Bundesligaspieltag ging in keinen von neun Spielen die Heimmannschaft als Sieger vom Platz. Im Pokal wiederholte sich dies. Vier Auswärtssiege, und kein Tor für die Heimmannschaften. Dies wirft die Frage auf: Sind die deutschen Teams besonders Auswärtsstark? Oder Heimschwach? Der internationale Vergleich kann Antworten liefern.
Das Untersuchungsfeld sind die sechs großen europäischen Ligen: Premier League (England), La Liga (Spanien), Serie A (Italien), Bundesliga (Deutschland), Ligue 1 (Frankreich) und Premjier Liga (Russland). Die Betrachtung beschränkt sich auf die Ligaspiele dieser Saison.
Anders als die Phänomene der letzten Tage darstellen, ist die Bundesliga nicht besonders Auswärtsstark respektive Heimschwach. Zwischen den Polen Ligue 1 (besonders Heimstark) und Premier League (besonders Heimschwach) liegt die Bundesliga näher an der französischen Eliteliga und knapp über dem Durchschnitt von 1,66 Punkten pro Heimspiel.
Auffallend ist, wie Auswärtsstark die britische Liga ist – dabei sticht West Brom mit 18 Auswärtspunkten im Vergleich zu 8 Heimpunkten heraus. Insgesamt gilt, dass die Topteams der Liga sich auch auswärts kaum eine Blöße geben. Mit Ausnahme von Arsenal sind die Top 7 in der Auswärtstabelle vorne vertreten. These: Eine Kaste von prädominanten Vereinen führt zu relativer Auswärtsstärke.
In Frankreich gibt es indes keinen einzigen Klub der eine bessere Heimbilanz aufweisen kann. Ein mögliche Erklärung dafür ist, dass in der Ligue 1 in den letzten Jahren ein sehr defensiver, strikter Fußball gespielt wird und Lille letztes Jahr mit dem unternehmungslustigen Spiel eine Ausnahme bildete – die geringe Trefferanzahl in der Liga insgesamt ist ein Indiz dafür. These: Defensiverer Fußball führt zu mehr Heimstärke.
Keine Rolle spielt offensichtlich die Anreise. Die Vermutung liegt Nahe, dass in Russland die Heimstärke ausgeprägt ist, weil die Spielorte mehrere hundert Kilometer trennen. Dem ist offensichtlich nicht so. Was scheinbar eine Rolle spielt, ist die Stimmung von den Rängen. Die ist in Italien, Russland und England, im Vergleich zur Ligue 1, La Liga und Bundesliga, mäßig. These: Lautere Fans und bessere Atmosphäre führen zu mehr Heimstärke.
Was ist nun interessanter? Offensichtlich ist weder das französische, noch das britische Modell wünschenswert. Keiner braucht die Gewissheit, dass die sehr guten Klubs auswärts gewinnen oder dass alle Klubs daheim stärker sind als auswärts.

Die Frage: Wo fühlen sich die Teams mehr zu Hause?

Am letzten Bundesligaspieltag ging in keinen von neun Spielen die Heimmannschaft als Sieger vom Platz. Im Pokal wiederholte sich dies. Vier Auswärtssiege, und kein Tor für die Heimmannschaften. Dies wirft die Frage auf: Sind die deutschen Teams besonders Auswärtsstark? Oder Heimschwach? Der internationale Vergleich kann Antworten liefern.

Das Untersuchungsfeld sind die sechs großen europäischen Ligen: Premier League (England), La Liga (Spanien), Serie A (Italien), Bundesliga (Deutschland), Ligue 1 (Frankreich) und Premjier Liga (Russland). Die Betrachtung beschränkt sich auf die Ligaspiele dieser Saison.

Anders als die Phänomene der letzten Tage darstellen, ist die Bundesliga nicht besonders Auswärtsstark respektive Heimschwach. Zwischen den Polen Ligue 1 (besonders Heimstark) und Premier League (besonders Heimschwach) liegt die Bundesliga näher an der französischen Eliteliga und knapp über dem Durchschnitt von 1,66 Punkten pro Heimspiel.

Auffallend ist, wie Auswärtsstark die britische Liga ist – dabei sticht West Brom mit 18 Auswärtspunkten im Vergleich zu 8 Heimpunkten heraus. Insgesamt gilt, dass die Topteams der Liga sich auch auswärts kaum eine Blöße geben. Mit Ausnahme von Arsenal sind die Top 7 in der Auswärtstabelle vorne vertreten. These: Eine Kaste von prädominanten Vereinen führt zu relativer Auswärtsstärke.

In Frankreich gibt es indes keinen einzigen Klub der eine bessere Heimbilanz aufweisen kann. Ein mögliche Erklärung dafür ist, dass in der Ligue 1 in den letzten Jahren ein sehr defensiver, strikter Fußball gespielt wird und Lille letztes Jahr mit dem unternehmungslustigen Spiel eine Ausnahme bildete – die geringe Trefferanzahl in der Liga insgesamt ist ein Indiz dafür. These: Defensiverer Fußball führt zu mehr Heimstärke.

Keine Rolle spielt offensichtlich die Anreise. Die Vermutung liegt Nahe, dass in Russland die Heimstärke ausgeprägt ist, weil die Spielorte mehrere hundert Kilometer trennen. Dem ist offensichtlich nicht so. Was scheinbar eine Rolle spielt, ist die Stimmung von den Rängen. Die ist in Italien, Russland und England, im Vergleich zur Ligue 1, La Liga und Bundesliga, mäßig. These: Lautere Fans und bessere Atmosphäre führen zu mehr Heimstärke.

Was ist nun interessanter? Offensichtlich ist weder das französische, noch das britische Modell wünschenswert. Keiner braucht die Gewissheit, dass die sehr guten Klubs auswärts gewinnen oder dass alle Klubs daheim stärker sind als auswärts.

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