Schwul und schwul ist für mich nicht schön. Frau mit Frau muss ich akzeptieren.
#aktionlibero: Beglückt hat uns, mit diesem Bonmot der Homophobie, Ailton, derzeitiger Insasse des RTL-Dschungelcamps (cli-cla-claudius: Homophobie der Woche)
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Schwul und schwul ist für mich nicht schön. Frau mit Frau muss ich akzeptieren.
#aktionlibero: Beglückt hat uns, mit diesem Bonmot der Homophobie, Ailton, derzeitiger Insasse des RTL-Dschungelcamps (cli-cla-claudius: Homophobie der Woche)
„Ich würde keinem schwulen Profifußballer raten, sich zu outen. Ich hätte Angst, dass es ihm gehen könnte wie dem englischen Profi Justin Fashanu, der sich nach seinem Outing so in die Enge getrieben fühlte, dass er schließlich Selbstmord beging“,
schrieb der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft Philipp Lahm. Alle möglichen Beweggründe eine solche Generalabsage an offen gelebte Homosexualität von Fußballprofis zu tätigen beiseite genommen, sind Schicksal und Leben des Justin Fashanu weitaus komplexer als Lahm glaubend macht. Der vermeintliche Ratschlag baut auf eine simplifizierte falsche Gleichung. Und die führt in eine Sackgasse.

Justin Fashanu
Fashanus Leben erfuhr erst nach sechs Lebensjahren eine gewisse Stabilisierung. Drei Jahre nach seiner Geburt im Jahre 1961 wurden Justin und sein jüngerer Bruder John von den bettelarmen Eltern in ein Waisenhaus gegeben, in dem sie weitere drei Jahre lebten. Die Adoption erfolgte 1967, als Alf und Betty Jackson die Fashanu-Brüder bei sich, in einem weißen Mittelschichts-Viertel, aufnahmen. Im neuen Zuhause in Norfolk prosperierte Fashanus Fußballtalent. Es trug ihn in die höchste Spielklasse Englands, er debütierte kurz vor seinem 18. Geburtstag für Norwich County und erzielte das BBC Goal of the Year.

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.
Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.
Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.